Super Tactility Soft Technology

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Super Tactility Soft Technology

15 Okt. 2022 > 13 Nov. 2022

Sehnen wir uns in diesen digitalen Zeiten nach körperlicher Berührung? Kann das Visuelle auch eine taktile Erfahrung sein? Welche Rolle spielt das Materialgefühl heute für Designer und Nutzer? Wir leben in einer phygitalen Zeit, in der physische Materialien und digitaler Code immer häufiger miteinander verwoben werden. Wie gehen Designer damit um? 

Super Tactility Soft Technology präsentierte Arbeiten einer Auswahl junger Designer aus verschiedenen Bereichen: Textildesign, Grafikdesign, Schmuckdesign, Digitaldesign, Produktdesign und Architektur. Sie alle waren in den letzten Jahren Teil von „We Are The Next Generation“, der Talentschau der belgischen Designausbildungen. Auffällige Drucke, immersive Gewebe, verspielte Installationen und ruhige Kompositionen vereinen sich zu einem vielfältigen Ganzen. So sucht diese Ausstellung nach dem Punkt, an dem Digitales und Physisches in der zeitgenössischen Designpraxis verschmelzen, Grenzen zwischen Disziplinen fließend werden und Material in all seinen Formen seine Eigenheit zeigt.  

Super Tactility Soft Technology

Die Ausstellung Super Tactility Soft Technology war Teil des kreativen Stadtfestivals WONDER. Das Thema im Jahr 2022 lautete „Let’s get phygital“. Die teilnehmenden Designer waren: Andonni Tsolingkas, Kuyckxmeers (Anouck Kuyckx und Thomas Meers), Atelier U+E (Ulrike Pittomvils und Elise Vanden Broecke), Benjamin Mengistu Navet, Jade Houben, Joanna Reuse und Magalie Delbeke, Laura Leynen, Lies Fauconnier, Michaela Armani, Nele Demeulemeester, Sam Pladet, Thomas Renwart, Tom Delboo, Yanis Berrewaerts. 

Kann das Visuelle auch eine taktile Erfahrung sein? In welcher Beziehung stehen digitale Bilder zu physischen Körpern, Objekten und Räumen? Was bedeuten Handwerk und Fachkompetenz in einem digitalen Kontext? Können Codes und Software auch als Handwerk betrachtet werden? Welche Rolle spielt das Materialgefühl heute für Designer und Nutzer? Wie kann Textil zu einer nachhaltigen Zukunftsvision von Technologie beitragen?  Wie beeinflusst die physisch-digitale Zeit Designer und ihre Praxis?  

Die Ausstellung war um sieben Themen herum aufgebaut, die sich wie ein roter Faden durch die Arbeit der Designer ziehen: Tastsinn, Digital, Materie, Körperlichkeit, Handwerk, sanfte Technologie und Fygital. Die Werke verbinden digitale Technologien mit traditionellem Handwerk, immer mit einer großen Materialsensibilität, egal ob es sich um Wolle, Leder oder Pixel handelt. Sie surfen auf der Welle des Tempos und der „All-at-onceness” einer globalen Welt oder entscheiden sich bewusst für Langsamkeit und Achtsamkeit als Reaktion auf eine überstürzte Gesellschaft. So öffnen sie den Blick auf eine nachhaltigere und tragfähigere Zukunft.  

Super Tactility Soft Technology
Wir leben in einer phygitalen Zeit, in der physische Materialien und digitaler Code immer häufiger miteinander verflochten sind.

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